Was ist ein Versicherungsmakler? - Hartmut Baumgardt Vermögensabsicherung

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Unterschiede


Was ist ein Versicherungsmakler?

Während Versicherungsberater ausschließlich gegen Honorar beraten und keine Verträge vermitteln dürfen, sind Versicherungsmakler ungebundene Ver-mittler, die im Idealfall alle gängigen Versicherungen im Angebot haben, also zwischen Ihnen und der Versicherungsgesellschaft vermitteln, und bezüglich der verschiedenen Varianten einzelner Versicherungen unterschiedliche Variationen anbieten können.

Der Versicherungsmakler erhält sein Honorar von den Versicherungen. Das bedeutet: Wenn er für Sie Anträge vermittelt, bekommt er dafür eine Provision von der Versicherungsgesellschaft, nicht von Ihnen.


Ein guter und ungebundener Versicherungsmakler sollte außerdem ein Nein akzeptieren. Er dreht Ihnen nichts an, was Sie nicht wirklich benötigen, und ihm ist es im Zweifel wichtiger Ihr Vertrauen zu genießen, als Ihnen möglichst viel zu verkaufen. Von einer Versicherung, die Sie gar nicht wirklich benötigen, mit der Sie also überversichert wären, sollte Ihnen in Ihrer Versicherungsberatung abgeraten werden. Eine Versicherung, die Sie angefragt haben, aber vielleicht später doch nicht abschließen möchten sollte Ihnen nicht aufgezwungen werden. Es ist vollkommen in Ordnung, sich nur einmal informieren zu wollen, ohne direkt einen Antrag zu unterschreiben! Dieses weiß auch Ihr Versicherungsmakler, und wenn er seriös arbeitet und ihm an einer langfristigen Geschäftsbeziehung mit Ihnen gelegen ist, wird er gerne ein unverbindliches Beratungsgespräch mit Ihnen führen.


Der Unterschied zwischen Versicherungsvertreter und -makler

Die Unterscheidung zwischen Versicherungsvertreter, d. h. gebundenem Ver-mittler einerseits und ungebundenem Versicherungsmakler andererseits ist von ganz entscheidender Bedeutung, wenn es um die juristische Zurechnung von Rechten und Pflichten des Versicherungsnehmers (des Versicherten) oder der Versicherungsgesellschaft geht:

Der Versicherungsvertreter ist Geschäftsbesorger der Versiche-rungsgesellschaft und steht damit vertragsrechtlich auf der Seite der Versicherung.



Der Versicherungsmakler ist Beauftragter des Kunden und steht somit vertragsrechtlich auf dessen Seite.

Versicherungsmakler vermitteln Verträge zwischen Versicherungs-gesellschaften und Versicherungsnehmern. Sie sind Kaufleute nach dem Handelsrecht § 93 HGB.

Versicherungsmakler sind nicht vertraglich an eine Versicher-ungsgesellschaft gebunden, sondern stehen als treuhänderischer Sachverwalter und Interessensvertreter auf der Seite des Ver-sicherungsnehmers.

Dadurch, dass der Makler nicht an eine bestimmte Gesellschaft gebunden ist, muss er dem Kunden nicht wie der Agenturvertrieb das zur Verfügung stehende Produkt verkaufen, sondern sucht die Versicherungsschutzlösung auf dem Markt, die den Risikogegebenheiten und Bedürfnissen des Kunden am besten entspricht. Die Betriebshaftpflichtversicherung kann mit Versicherer A, die Sachversicherung mit Versicherer B und die Personenversicherung mit dem Versicherer C abge-schlossen werden. Damit optimiert der Versicherungsmakler für seine Kunden Prämien und Deckungsumfang.

Die Rechte und Pflichten des Versicherungsmaklers gegenüber dem ihn beauftragenden Versicherungsnehmer hängen vom
Maklerauftrag ab. Der Umfang der Pflichten betrifft regelmäßig nicht nur die Ermittlung eines ausreichenden Versicherungsschutzes und die Vermittlung entsprechender für den Kunden günstiger Verträge, sondern auch die Verwaltung, Betreuung und Aktualisierung dieser Versicherungsverhältnisse

Für eine schuldhafte Verletzung seiner Pflichten, haftet der Versicherungsmakler gegenüber dem Versicherungsnehmer, und muss für dieses Risiko stets eine Berufshaftpflichtversicherung (Vermögensschadenhaftpflichtversicherung) mit aus-reichender Deckungssumme (aktuell 1.230.000 EUR) abgeschlossen haben. Diese Haftungspflicht trifft ihn auch, wenn der Fehler bzw. ein Verschulden seinen Mitarbeitern zuzurechnen ist.

 
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